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Ein paar Gedichte von meiner Lieblingsdichterin Kristiane Allert-Wybranietz

Man sagte, darüber spreche
man nicht.
Man lehrte mich, diplomatisch
zu sein,
Man deutete an, hier und da
gäbe es Tabus.

Man sagte es sei klug,
niemand auf die Füße zu treten.

Man ging als Beispiel voran,
schwieg und hatte nie Ärger.

Ich lernte schnell,
dass sich diese Regeln
mit Selbstachtung nicht vertragen.

Seitdem habe ich mich
in den Fettnäpfchen gut eingelebt
und festgestellt,
dass man darin
nicht so leicht fällt.
---


Der Tod
vernichtet
nicht alles
von uns.

Unser Wirken bleibt sichtbar
in der Weltgeschichte –
ebenso wie unser Nichttun.

--

Bereuen tue ich nichts

Den Mantel der Gleichgültigkeit
habe ich ausgezogen.

So kann ich vieles
spüren, fühlen und
aufnehmen,
was mich glücklich macht,
was sonst den Mantel
nicht durchdrang.

Jetzt kann ich auch
vieles sehen, was
ich sonst des
hochgeklappten Kragens wegen
übersah.

Doch seit ich den Mantel
nicht mehr trage,
spüre ich auch des öfteren
einen eisig kalten Hauch.
---

Ich sah nie

Ich sah nie einen zweifelnden Berg
nie eine unsichere Rose,
keinen fanatischen Stein,
nie depressive Wolken,
keinen durchgestylten Himmel.

Nie begegnete mir ausgebranntes Feuer,
noch traf ich verlogenes Wasser.

All diese Adjektive
tragen wir Menschen allein
- als fraglichen Schmuck.

---

Negative Impression

Aus Wiesen wird Brachland.
Statt Aroma gibt es naturidentische Stoffe,
statt Nahrung – Fast food,
statt Unterhaltungen – Fernsehen.

Aus Menschen werden Leute.

--

Partnerschaft

Loslassen –
dazu bin ich bereit,
aber ich brauche
die Freiheit,
mich festhalten

zu können.
Von Zeit zu Zeit.

Freischwebend –
dazu habe ich
NICHT IMMER
die Kraft.

---

Helfer-Syndrom

So mancher meint,
eine Freundschaft zu
pflegen;
tatsächlich
freundet er sich
mit einer Pflegschaft an.



Junk-Food

Viele achten nicht
auf gesunde Ernährung.
Sie stopfen gnadenlos
in sich hinein.

Viele prüfen nicht,
was Medien an
sie verfüttern.

Geistige Verstopfung!
---
Der Wald der
Menschlichkeit
- verwildert -
liegt beschaulich da.
Nur wenige Besucher.

Die meisten ziehen vor,
in den gepflegten Parks
des Konsums
- steril -
nebeneinanderherzuwandeln.
?
---
Und mein Favorit unter all den schönen Gedichten:

Ein anderer

Du siehst zu, wie ein anderer
geschlagen wird. –
Wärst du der Geschlagene,
würdest du den Umstehenden vorwerfen,
sie hätten dir nicht geholfen?

Du schweigst,
wenn ein anderer Unrecht erfährt. –
Wärst du der Unrechterfahrende,
würdest du den anderen klagen,
niemand habe für dich Recht gesprochen?

Du hast genug zu tun,
wenn ein anderer um Hilfe bittet. –
Und bist betrübt, erregt, wenn niemand
dir als Hilfesuchendem die Hand reicht?

Du bist auch
ein anderer
für die anderen.

----

Lieblosigkeit

Einkaufen im Supermarkt.

Eine genervte Mutter
schreit ihre Kinder an.

Gehetzte Gesichter:
Tote Gesichter.
Vergrämt.
Kein Leuchten in den Augen
trotz des tollen Warenangebotes.

Ein Ehemann sagt >>Los komm...!<<
(>>Alte<< verschluckt er wohl)
zu seiner Frau, die sinnierend
vor der Truhe für Fleischwaren steht.

Einkaufswagen mit ihren derzeitigen
Eigentümern blockieren die Gänge;
Menschen schieben die vollen Wagen
als seien sie allein hier;
keiner lächelt, niemand wagt ein
freundliches >>Darf ich mal vorbei<<,
sondern drängelt sich durch den
Warenhausdschungel.

Einkaufen im Supermarkt –

eine Bagatelle in
allem Handeln auf dieser Welt

und doch so bezeichnend für
viele, viel wichtigere Handlungen
in diesen Tagen

Lieblosigkeit
--


17.8.07 23:00
 


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